Sie bevorzugen Weißwein zum Fisch? Dann dürften Sie der großen Mehrheit angehören. Trotzdem dürfen Sie in der gehobenen Gastronomie erwarten, dass der Kellner Sie nach Ihren Vorlieben fragt und Roséwein zumindest zur Wahl stellt. In der Softwareindustrie insgesamt und insbesondere beim Thema Web-Analyse fehlt oft genau diese Wahlfreiheit. Die Produkte und Lösungen sind immer stärker standardisiert, aber auch zunehmend intransparent und unflexibel.

Vereinheitlichung hat zwar auch bei Web-Analytics unbestreitbare Vorteile – wenn es um einfache, überschaubare Analyseaufgaben geht. Hier haben die meisten Anbieter alle gängigen Szenarien schon vorgesehen, was die Anwendung einfach macht. Für viele Unternehmen wird das auf absehbare Zeit auch reichen. Für Firmen, deren Online-Strategie eine entscheidende Rolle in ihrem Geschäftsmodell spielt, ist das aber nur die halbe Wahrheit – aus zwei Gründen.

Zum ersten lässt es die Unberechenbarkeit des Web außer Acht: Wer nur nach standardisierten Mustern standardisierte Kennzahlen ermittelt, übersieht andere wichtige Zusammenhänge. Oft sind die Antworten besonders interessant, nach denen ursprünglich gar nicht gefragt wurde.  Das wiederum ist nur möglich, wenn ein Analysetool nicht schablonenhaft nur die Daten erfasst, die zu einem Zeitpunkt X als relevant erachtet wurden, sondern einen kompletten Rohdatenpool. Damit lassen sich jederzeit neue Fragestellungen beantworten – für jeden beliebigen Vergleichszeitraum aus der Vergangenheit. Und das ohne ausufernden Programmieraufwand und ohne lästiges „Neuverpixeln“ der Website.

Zum zweiten führt die Dynamik des Web Standardlösungen früher oder später ad absurdum. Denn das „Standardgeschäft“ im Web gibt es nicht. Web-Analytics müssen deshalb das Online-Geschäftsmodell auch anspruchsvoller Unternehmen möglichst genau reflektieren. Und sie müssen mit der Onlinestrategie mitwachsen können. Nur so bleibt der strategische Regelkreis geschlossen, der ein Onlineangebot konkurrenzfähig bleiben lässt, und nur so lassen sich auch die Investitionen in Web-Analytics langfristig sichern.  

Und genau deshalb ist eine anspruchsvolle Web-Analyse kein Fall für eine – gegebenenfalls auch einmalig angepasste – Standardlösung, sondern verlangt nach kontinuierlicher Beratung, Expertise und Dialog mit dem Anbieter. Erster Schritt ist eine genaue Bedarfsanalyse. Schließlich sind die Anforderungen an die Web-Analyse von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Das Web-Controlling soll die Frage beantworten, ob mit den online eingesetzten Mitteln genau diese individuellen Ziele erreicht werden – und nicht standardisierte Fragen, die ein fiktives Durchschnittsunternehmen stellen würde. Dafür lohnt es sich, die Dienste eines erfahrenen Anbieters in Anspruch zu nehmen, der nicht nur viel Funktionalität, Offenheit und Flexibilität in seinen Lösungen bietet, sondern vor allem spezialisierte Beratung leisten kann – vor wie nach dem Going-live: Welche individuellen Kennzahlen müssen für meine Fragestellungen erarbeitet werden? Verlangt es der Datenschutz, die Daten im Haus zu behalten, oder dürfen Sie bei einem Provider gelagert werden? Wie lassen sich bestehende Drittsysteme am besten an die Analytics-Lösung anbinden? Die erfahrensten unter den Spezialisten wie Mindlab bringen Wissen aus inzwischen 15 Jahren Web-Analytics mit – eine Ressource, über die kaum ein Unternehmen intern verfügt.  

In vielen Branchen ist die Website heute nicht mehr nur ein Marketing-Tool, sondern der Dreh- und Angelpunkt in der Interaktion mit dem Kunden – und damit ein zentraler Erfolgsfaktor – mit weiter steigender Tendenz. Entsprechend wichtig sind Web-Analytics zur präzisen strategischen Steuerung und zur Wirkungskontrolle. Wer sich in diesem hoch individualisierten Umfeld mit Standard-Fragegestellungen zufriedengibt, wird damit unweigerlich bald an Grenzen stoßen – und verschenkt schon heute Geschäftspotenzial.